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Reisestipendium aus den Zielvereinbarungsmaßnahmen 2018 – 2022

PhD Theresa Wenger (Quelle: privat)

Reisestipendium aus den Zielvereinbarungsmaßnahmen 2018 – 2022
Doktorandin aus dem Department Maschinenbau forscht an der Oxford University

Im Rahmen der „Zielvereinbarungen zur Erhöhung des Frauenanteils in der Wissenschaft zwischen der Universitätsleitung und der Technischen Fakultät (2018-2022)“ stehen Stipendienmittel für Nachwuchswissenschaftlerinnen zur Durchführung von internationalen Forschungsaufenthalten zur Verfügung (Reisestipendium, International Visiting Scholarship). Forschungsaufenthalte an ausländischen Wissenschaftsstandorten sind ein zentraler Bestandteil einer erfolgreichen wissenschaftlichen Karriere. Ein Blick auf die Webseite der Frauenbeauftragten (https://www.tf.fau.de/fakultaet/gremien/frauenbeauftragte/) lohnt sich, um alle relevanten Informationen über die vielfältigen Stipendien- und Headhuntingmittel für Nachwuchswissenschaftlerinnen zu erhalten.

2018 wurde unter anderem der Forschungsaufenthalt von Frau Theresa Wenger, einer Doktorandin am LS Technische Dynamik, an der Oxford University durch ein Reisestipendium unterstützt:

„Ich war von Mitte April bis Ende Juni 2018 als Gastwissenschaftlerin am Department of Engineering Science/Engineering Control Group bei Prof. Sina Ober-Blöbaum (http://control.eng.ox.ac.uk/Sina_Ober-Bloebaum) tätig.

Im Jahr 2015 schloss ich mein Masterstudium im Fach Maschinenbau an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen (FAU) ab und bin seitdem wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Technische Dynamik (LTD) der FAU. Es besteht bereits eine langjährige Kollaboration zwischen der LTD-Lehrstuhlinhaberin, Frau Prof. Sigrid Leyendecker, und Frau Prof. Sina Ober-Blöbaum. Ein gemeinsamer Forschungsschwerpunkt ist die effiziente Simulation von dynamischen Systemen, die Bewegungen auf verschiedenen Zeitskalen zeigen. Variationelle Integratoren gemischter Ordnungen basieren auf der Idee, Polynome verschiedener Grade zur Approximation von schnellen und langsamen Bewegungen zu verwenden.

Während meines Forschungsaufenthaltes arbeitete ich daran, numerische Eigenschaften dieser Integratoren mathematisch zu beweisen, wie beispielsweise die Eindeutigkeit und Existenz der approximativen Lösung, lineare Stabilität und strukturerhaltende Eigenschaften. Daneben nahm ich am wöchentlich stattfindendem Journal Club der Control Group teil und hielt dort einen Vortrag über meine aktuelle Forschungsarbeit. Durch meinen Beitrag konnten Ansätze zur Einbindung der Variationsintegratoren mit gemischten Ordnungen in einen Optimalsteuerungsalgorithmus diskutieren werden. Insbesondere kamen auch interessante Anwendungsbespiele zur Sprache, wie z.B. Batterien, in denen chemische Abläufe auf verschiedenen Zeitskalen zu beobachten sind.

Der Forschungsaufenthalt an der Oxford University war eine lohnende Bereicherung für mich. Ich bedanke mich herzlich bei den Frauenbeauftragten für das großzügige Reisestipendium.“