Peter Wasserscheid koordiniert EERA-Wasserstoffprogramm

EERA Logo und Portraitfoto von Peter Wasserscheid
Foto: Forschungszentrum Jülich/Sascha Kreklau

Prof. Dr. Peter Wasserscheid übernimmt die Koordination des Forschungsprogramms „Clean Hydrogen“ der European Energy Research Alliance (EERA). Das Programm bündelt europäische Forschungskompetenzen zu Wasserstoff und ist Teil eines Netzwerks von mehr als 250 Forschungsorganisationen und Universitäten in Europa.

Die European Energy Research Alliance ist eng in den Strategic Energy Technology Plan (SET-Plan) der Europäischen Union eingebunden, der die Entwicklung zentraler Energie- und Klimatechnologien in Europa koordiniert. Im Programm „Clean Hydrogen“ arbeiten Forschende aus zahlreichen Ländern gemeinsam daran, die wissenschaftlichen Grundlagen und technologischen Perspektiven von Wasserstoff als Energieträger und Basischemikalie weiterzuentwickeln. Das Programm arbeitet eng mit anderen wichtigen Akteuren im gesamten europäischen Forschungs- und Innovationsökosystem für Wasserstoff zusammen, insbesondere mit „Hydrogen Europe Research“, der „Clean Hydrogen Partnership“ und der Arbeitsgruppe „Wasserstoff“ im Rahmen des SET-Plans.

Thematisch umfasst das Programm neben der Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff in elektrochemischen Wandlern, ein breites Spektrum an chemischen Wasserstoffspeichertechnologien sowie Nutzungsperspektiven in der Industrie, Mobilität, Prozesswärme sowie zum Energiehandel und für die strategische Speicherung von Energie. Das Programm wird flankiert von Aspekten der Methodenentwicklung und der Systemanalyse. Insgesamt sollen die Aktivitäten des EERA Programms zur Etablierung einer europäischen Wasserstoffwirtschaft beitragen, die Nachhaltigkeit und Resilienz zu wettbewerbsfähigen Kosten ermöglicht.

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Mitglieder des EERA Joint Programms ‚Clean Hydrogen‘ und die Wahl zum Koordinator des Programms“, sagt Peter Wasserscheid. „Europa kann auf ein leistungsfähiges Netzwerk von Forschungs- und Innovationsakteuren bauen, das exzellente wissenschaftliche und technologische Kompetenzen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette vereint. Eine besondere Stärke liegt dabei in der nutzeninspirierten Grundlagenforschung, die neue Erkenntnisse hervorbringt und den Weg für die technische Anwendung ebnet. Diese Kompetenzen wollen wir in Europa noch besser vernetzen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit unseren Partnern die europäische Wasserstoffforschung und die Entwicklung innovativer Wasserstofftechnologien weiter voranzubringen.“

Peter Wasserscheid leitet seit 2003 den Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Außerdem ist er als Direktor am Forschungszentrum Jülich für das Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN) und für das Institute for a Sustainable Hydrogen Economy (IHE) tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf dem Gebiet der chemischen Wasserstoffspeicherung sowie auf innovativen Verfahren zur Bereitstellung, zum Transport und zur Nutzung von Wasserstoff.

Weitere Informationen zur European Energy Research Alliance: https://www.eera-set.eu

Kontakt

Prof. Dr. Peter Wasserscheid
Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik
peter.wasserscheid@fau.de