Drohnen sollen Waldbrände erkennen

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Die Hochschulgruppe Evolonic (Bild: Tobias Raczok)

Studierende erforschen den Einsatz von Drohnen zur Waldbrandfrüherkennung

Durch den immer weiter voranschreitenden Klimawandel wird die Anzahl der Waldbrände in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen. Das durchgehend warme und sehr trockene Wetter der letzten Monate zeigte diese Problematik in der jüngsten Vergangenheit leider recht eindrucksvoll. Feuerwehren im In- und Ausland kämpften immer wieder mit dem Eindämmen und Löschen von kleineren und größeren Waldbränden. Um die durch die Brände verursachten Personen- und Sachschäden so gering wie möglich zu halten, ist eine frühzeitige Bekämpfung des Waldbrands essenziell. Zudem ist es entscheidend, die brennende Fläche möglichst genau zu lokalisieren, um die Einsatzkräfte zielgerichtet und in ausreichend großer Anzahl zum Brand lotsen zu können.

In Zeiten hoher Waldbrandgefahr werden für diese Zwecke bisher Luftbeobachter in Sportflugzeugen in besonders brandgefährdete Gebiete entsandt. Neben hohen Kosten und geringen Überflugfrequenzen besteht ein weiterer Nachteil dieser Methodik darin, dass die Brände aus der für die Flugzeuge erforderlichen Flughöhe erst ab einer gewissen Größe erkannt werden können.

Zusammenarbeit von Studierenden, Hochschulgruppe Evolonic und Feuerwehr Erlangen

Der Thematik der Waldbrandfrüherkennung haben sich Studierende im Rahmen der Lehrveranstaltung „Innovation Lab for Wearable and Ubiquitous Computing“ (InnoLab) gemeinsam mit den Studierenden der Hochschulgruppe Evolonic sowie der Erlangener Feuerwehr in den letzten Monaten angenommen. Ziel war es, ein Sensorsystem zu entwickeln, welches montiert an einer Drohne für die hochfrequente Absuche großer Waldflächen eingesetzt werden kann. Das Sensorsystem soll dabei Waldbrände bereits in einem sehr frühen Stadium detektieren und anschließend Einsatzkräfte zielgerichtet alarmieren.

Die Besonderheit der Trägerdrohne des Sensorsystems liegt in ihrer hohen Effizienz. Diese ermöglicht das Zurücklegen weiter Distanzen. Durch den elektrischen Antrieb geschieht dies darüber hinaus weitestgehend geräusch- und schadstoffarm.

Bereits Ende Juni nutzten die Studierenden eine Übung der Feuerwehr Erlangen, um die notwendigen Daten für den Bilderkennungsalgorithmus ihrer Drohne zu generieren. Am Mittwoch, den 20.07.22, fand bei einer weiteren gemeinsamen Übung ein erster Test des Systems sowie die Generierung weiterer Trainingsdaten statt. Begleitet wurde das Ganze auch vom Bayrischen Rundfunk.

Die Studierenden der interdisziplinären Hochschulgruppe Evolonic des Fraunhofer IISB und der FAU entwickeln seit 2017 elektrisch angetriebene Langstreckendrohnen und nehmen damit unter anderem auch sehr erfolgreich an internationalen Wettbewerben teil. Das Team sucht zudem fortlaufend neue motivierte Studierende, bei Interesse einfach unter www.evolonic.de bewerben.

Bericht des BR

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